Seiten-Neuigkeiten 25.-31.08.2015

Auch in der zweiten Woche wächst die Seite weiter. Dabei gibt es nicht nur neue Einträge in den bekannten Kategorien, sondern auch ganz neue Arten von Einträgen, wie etwa die beiden Waldkindergärten. Die Größe und Vielfalt steigen also gleichermaßen.

Neuaufnahmen

Mit dem Wochenmarkt Hardt ist ein weiterer Wochenmarkt dazugekommen, womit nur noch jener in Neuwerk fehlt, da dort noch nicht überprüft wurde, ob er auch noch aktiv als Wochenmarkt existiert. Damit hat Hardt seinen ersten Eintrag in der Liste und sieht nicht mehr ganz so leer aus.
Gleich einen zweiten Punkt erhält Hardt für die Tiertafel Pescherhof. Diese funktioniert ähnlich wie die Tafel in Lürrip, ist aber speziell für Tierbesitzer und gibt an diese einmal monatlich gespendetes Tierfutter aus. Ein Nachweis der Bedürftigkeit ist auch hier (sinnvollerweise) nötig.
Eine ganz neue Kategorie von Einträgen eröffnen die beiden Waldkindergärten in Mönchengladbach. Die PfifferLinge sind zugleich der erste Eintrag in Volksgarten während die Kaulquappen das Angebot an Einrichtungen in Giesenkirchen bereichern.
Im äussersten Nordosten der Stadt kommt mit LEDs Com ein spezieller Versandhändler für LED-Leuchtmittel und alles um diese herum dazu. Dieser hat keinen Direktverkauf und ist mehr als Beispiel für ein interessantes Unternehmen im nachhaltigen Bereich zu sehen – und für Leute welche auch im Versandhandel die lokale Wirtschaft fördern möchten. Ein interessanter Fall ist diese Firma auch deswegen, weil sie ein Beispiel dafür ist, dass Nachhaltigkeit manchmal eine relative Sache ist: Momentan sind LEDs die aus ökologischer Sicht wohl besten elektrischen Leuchtmittel, aber wer weiss, was die technologische Entwicklung noch bringt. Aus diesem Grund wäre es nicht überraschend, wenn es irgendwann eine kleine Kontroverse darum gibt, ob ein LED-Händler in eine solche Liste gehört.
Aber für einen wirklich kontroversen Eintrag brauchen wir die NEW: Das Blauhaus auf dem Gelände der Hochschule wird von manchen als Greenwashing gesehen, das lediglich dazu dient, die NEW gut aussehen zu lassen und zugleich noch profitable Ideen aus der Hochschule abziehen zu können. Es ist aber auch festzuhalten, dass jede Entwicklung zu mehr Energieeffizienz gut ist, egal, wer davon wirtschaftlich profitieren mag. Mehr noch, wenn für die rücksichtslosesten Konzerne (wie eben NEW-Mutter RWE) nachhaltige Technologie profitabler wird als dreckige, bewirkt das viel mehr bei der Durchsetzung als alles andere. Nichts bringt schneller Fortschritt als die Aussicht auf Profit. Wenn mit guten Dingen Geld zu machen ist (und mit schlechten nicht mehr), nutzt das in gewisser Form allen. Im Text zum Blauhaus gibt es einen Hinweis auf die kontroverse Natur der Einrichtung.

Die Notizliste für die Zukunft ist auch ein wenig gewachsen. So zeigt Valensina (Getränkehersteller in Giesenkirchen) auf seiner Seite ein Biozertifikat, obwohl die Säfte nicht durchgehend Bio sind. Mal sehen, was es damit auf sich hat. In Hardt gibt es mit dem Hof Busen Deutschlands größten Anbau von Holunderbeeren – ich weiss aber noch so gut wie nichts über deren Anbaumethoden. Sie haben kein Biozertifikat, aber das muss bei einem solchen Spezialunternehmen nicht unbedingt etwas heissen, da diese recht teuer sind. Mindestens vier Gebrauchtwarenläden in Rheydt (Mutter + Kind, Hifi & mehr sowie der vor wenigen Wochen eröffnete Benefiz-Trödelladen gegenüber von Reformhaus Goll und ein Trödler gegenüber der NEW an der Odenkirchener Straße) sind ebenfalls noch nicht aufgenommen, weil noch Daten fehlen. Überhaupt sind bei den Gebrauchtwarenläden noch relativ viele Lücken zu schließen.

Die Karte listet aktuell 72 Einrichtungen, von denen drei noch nicht eröffnet sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir die 100 in absehbarer Zeit vollmachen werden.

Radwege

Mit der L57 zwischen Rheindahlen und Erkelenz ist ein zweiter Radweg über die Stadtgrenze hinaus dazugekommen. Theoretisch kann man hier fast gradeaus bis nach Aachen weiterfahren, aber in Erkelenz gibt es eine Unterbrechung des für Fahrräder befahrbaren Teils der Landstraße, die dort ähnlich wie um Rheindahlen als reine Autostraße um den Ort herumführt. Leider sind die anderen Teilstücke der L57 mit dem Rad eher nicht empfehlenswert. Sie werden in Zukunft noch in eigener Form dazukommen, möglicherweise mit einer neuen Markierung für „nicht toll, aber notwendige und akzeptable Verbindung zwischen Orten und guten Wegen“.

Technik

Nach und nach wird die Karte Symbole bekommen, mit denen sich die unterschiedlichen Arten von Einrichtungen auf der Karte schneller unterscheiden lassen. Den Anfang machten das Biosiegel Biosiegel-1 und ein auf Sichtbarkeit modifiziertes Symbol für vegane und vegetarische Einrichtungen 3452202b. Es folgten ein Logo der Radstation radstation_map_icon, jenes der Reformhäuser reformhaus-icon und das Fairtrade-Symbol für den Eine-Welt-Laden fairtrade. Weitere Symbole und auch weitere Differenzierungen innerhalb der Symbole (etwa ein eigenes Symbol für Biohöfe neben den Bioläden) werden im Laufe der Zeit folgen.
Bei den Standardmarkerns gibt es eine kleine Änderung: Jene für Projekte und Einrichtungen, die noch nicht eröffnet sind, sind jetzt blau statt rot. Sie sollen damit ganz einfach weniger stark aus der Karte herausstechen, Rot wirkt einfach zu stark als Signalfarbe.
Einige Smartphone-Nutzer hatten Probleme, da die Karte manchmal den gesamten Bildschirm einnahm und es nicht mehr möglich war, aus der Karte herauszukommen. Um dieses Problem etwas einzudämmen, nimmt die Karte nun nicht mehr die gesamte Breite der Seite ein, sondern nur noch 90%. Ob es funktioniert kann ich noch nicht sagen, da ich bei meinem Smartphone das bemängelte Problem nicht habe.

Sonstiges

Ich freue mich sehr, in dieser Woche auch mit Vertretern des Nabu gesprochen haben zu können. Das Gespräch war als erstes Kennenlernen sehr interessant und zeigt bereits, dass dort viele neue Ideen vorhanden sind, mit denen das Projekt MG Nachhaltig sich weiter verbessern kann.